Dietikon wächst rasant. Projekte wie die Limmattalbahn und die Überbauungen im Limmatfeld und Niderfeld beschleunigen diesen Prozess weiter. Dies treibt die Mieten in die Höhe. Wir, junge Dietiker*innen, setzen uns dafür ein, dass Dietikon bezahlbar bleibt. Deshalb lancieren wir die Initiative «Bezahlbares Wohnen in Dietikon».
Was fordert die Initiative?
Bis ins Jahr 2050 soll ein Viertel aller Mietwohnungen im Eigentum von gemeinnützigen Wohnbauträgern sein. Ausgenommen von dieser Berechnung sind Wohnungen und Einfamilienhäuser im selbst genutzten Eigentum.
Warum braucht es die Initiative?
Die Wohnmiete belastet die Budgets der Haushalte am stärksten. Günstigere Mieten entlasten also die Haushaltbudgets, womit mehr Geld für den Alltag zur Verfügung steht.
Die hohen Kostenfolgen des Wachstums, die durch die Infrastruktur wie zusätzliche Strassen, Schulen, Parks und öffentlicher Verkehr entstehen, müssen durch die Steuerzahlenden finanziert werden. Damit wird die Immobilienbranche indirekt subventioniert, da jede Investition der öffentlichen Hand den Ertrags- und den Verkehrswert der Immobilien und somit die leistungsfreien Gewinne deren Eigentümer steigert.
Mit Projekten wie der Limmattalbahn und dem Niderfeld wird der Mietzins auch in anderen Quartieren steigen. Menschen, die jahrelang mit ihren Steuergeldern und ihrem Engagement zum Leben in unserer Stadt beigetragen haben, werden aus ihren Quartieren verdrängt.
Zudem fehlt den Bewohnenden der Quartiere durch hohe Mieten Geld, welches im lokalen Gewerbe ausgegeben werden könnte.
Für die öffentliche Hand ist das Eigentum von Boden und die Vergabe im Baurecht an gemeinnützige Wohnbauträger ein lukratives Geschäft: Erstens erhält die Stadt Dietikon jährlich Baurechtszinsen und zweitens bleiben die hohen Landwertsteigerungen und die Infrastrukturgewinne im Volksvermögen. Zudem gewährleisten gemeinnützige Wohnbauträger eine gute Durchmischung, bauen innovativer und ökologischer und fördern das Engagement ihrer Bewohnenden innerhalb der Gemeinde.
Wie ist der aktuelle Stand?
Leider wurde die Inititiave „Bezahlbares Wohnen in Dietikon“ abgelehnt. Es freut uns aber, dass über 41% er Stimmberechtigten unsere Initiative unterstützten und der Gegenvorschlag mit einem sehr guten Resultat angenommen wurde. Es ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt für ein bezahlbares Dietikon.
Wir möchten uns bei allen Unterstützer:innen für den unglaublichen Abstimmungskampf bedanken – ihr wart toll!
Philipp, Kathi, Silvan, Matteo, Aurora und Johannes

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